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[:de]IWW Hamburg: Bundesweiter Aktionstag „Freitag-der-13.“ gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Systemgastro[:en]IWW Hamburg: Day of Action „Friday the 13th“ against bad working conditions in system catering[:]

[:de]An jedem Freitag den 13. organisiert die Initiative „Aktion./. Arbeitsunrecht“ einen bundesweiten Aktionstag gegen schlechte Arbeitsbedingungen. In Hamburg haben wir uns wie in der Vergangenheit beteiligt. Mit unserem Bündnispartner ATIF Hamburg (Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland) haben wir eine Kundgebung vor Starbucks in der Innenstadt abgehalten,

Warum Starbucks, McDonalds & Co:

Gezahlt werden nur Niedriglöhne

Vor kurzem fanden die Tarifverhandlungen der NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) mit dem Arbeitgeberverband „Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS)“ in der Systemgastronomie statt. Der Abschluss bedeutet – trotz einer jährlichen Erhöhung von 50 Cents die Stunde – weiterhin Armutslöhne für die Beschäftigten! Ein Lohn von 10€ ab 1.7.2020 heißt oft Aufstocken mit Hartz4. Die geforderten 12€ gibt es erst ab dem 1.12.2023 – und dann erst ab Lohngruppe 2.

Prekäre Jobs sind Standard

Selbst bei Vollzeit reicht das Geld, insbesondere bei den hohen Mieten in einer Großstadt, kaum zum Leben. Bei Starbucks, McDonalds & Co sind die Verträge zum allergrößten Teil in Teilzeit.
Das führt dazu, dass die Beschäftigten oft gezwungen sind, kurzfristige Einsätze anzunehmen, „freiwillig und flexibel“. Arbeit auf Abruf ist also üblich. Die Verträge werden für bis zu zwei Jahre befristet abgeschlossen.

Widerstand wird unterdrückt

Durch Umstrukturierungen versuchen z.B. Starbucks und McDonalds die Betriebe Gewerkschafts- und betriebsratsfrei zu halten. So sind die Filialen des Berliner Starbucks oder von AmRest (Franchisenehmer bzw.: „Lizenzierter Starbucks Coffee Houses“-Betreiber) einer ständigen Neuaufteilung unterworfen. Betriebsräte werden so immer wieder von ihren Kolleg*innen abgeschnitten. Bei neuen Betriebsratswahlen, wenn sie denn von den Beschäftigten initiiert werden, wird von den Vorgesetzten versucht, arbeitgebernahe Mitarbeiter*innen einzusetzen.

Ein Betriebsratsvorsitzender musste gleich sechs Kündigungsversuche abwehren

Um Bertriebsräte zu entlassen, werden teilweise extrem bemühte und substanzlose Konstrukte herangezogen. Zum Beispiel wurde versucht, einem Betriebsrat zu kündigen, weil dieser seine Vorgesetzten mit Nachnamen anredete. Offensichtlich möchte Starbucks/AmRest hinter einer Fassade vermeintlich freundschaftlichen Umgangstons (Wir duzen uns!) das Union Busting des Unternehmens kaschieren.
Bei den Passant*innen, die sich – trotz Corona – auf Gespräche einließen, stießen die Forderungen auf Verständnis. Viele kannten die Probleme vom eigenen Arbeitsplatz: Unternehmenszersplitterung, fehlende Arbeitnehmer*innenvertretungen, Befristungen, Leiharbeit, ständige Flexibilität und schlechte Löhne.
Ein Angriff auf eine(n), ist ein Angriff auf alle!
 
IWW Hamburg
 
Hier kommt ihr zum Link zum Flyer!

Nächster „Freitag der 13.“ Freitag, 13. November 2020!

[:en]Every Friday the 13th, the Initiative Aktion./.Arbeitsunrecht is organizing a countrywide day of action against bad working conditions. Like in the past, the IWW Hamburg participated. With our allies from ATIF (Federation of workers from Turkey in Germany), we organized a manifestation in front of a Starbucks store in the center of the city.

Why Starbucks, McDonalds & Co:

Low wages

The NGG’s (Food, Beverages and Catering Union) recent negotiations with the employers‘ association „Bundesverband der Systemgastronomie e.V. (BdS)“ took place in system catering. The contract closing still means – despite an annual increase of 50 cents / h – poverty wages for the employees. A wage of 10€ from 1.7.2020 often means to be dependent on social assistance. The required 12€ will be available from 1.12.2023- – and then only from wage group 2.

 Precarious jobs

 Even at full-time, the money, especially regarding the high rents of a big city, is barely enough to live on. At Starbucks, McDonalds & Co., most of the contracts are part-time. This means the employees are forced to accept short-term assignments, „voluntary and flexible“. On-call work is common: keep it short with the hours so that the employees still have to be happy about short-term assignments. The contracts are concluded for a limited time: Up to two years probation.

Union Busting

By restructuring, e.g. Starbucks and McDonalds try to keep the factories union and works council free. The Berlin Starbucks / AmRest (franchisee or: „Licensed Starbucks Coffee Houses“ operator) branches are constantly being redistributed or restructured. Works councils are often cut off from their colleagues. In case of new works council elections, if they are initiated by the workers, the superiors try to install employees close to the employer.

Six attempts at dismissal against works council chairmen

Works councils are fired on the basis of extremely far-fetched and unsubstantial constructs. For example, an attempt was made to fire a works council because he addressed his superiors with their last names. Obviously, Starbucks / AmRest wants to conceal the company’s Union Busting behind a facade of supposedly friendly conversations.
An Injury to one is an injury to all!
IWW Hamburg
Click here to get to the flyer!

The next „Friday the 13th“ will be November 13th 2020!

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