Eine Gewerkschaft, die kämpft — und von uns als Arbeiter*innen selbst getragen und gestaltet wird.
Die IWW ist keine Gewerkschaft, die Kämpfe an Funktionär*innen delegiert. Wir organisieren uns selbst: im Betrieb, in der Branche, über Grenzen hinweg. Unser Ziel ist nicht nur, einzelne Missstände zu verwalten, sondern gemeinsam die Macht aufzubauen, mit der wir uns gegen Ausbeutung wehren und unser Leben selbst in die Hand nehmen können.
Gewerkschaft heißt für uns: zusammenhalten, einander schützen, gemeinsam handeln und die Verhältnisse verändern. Nicht stellvertretend, sondern kollektiv.
Die arbeitende Klasse und die Klasse der Unternehmer*innen haben keine gemeinsamen Interessen.
Dieser Satz aus der Präambel bringt den Kern unserer Perspektive auf den Punkt. Er bedeutet nicht, dass jede Lage immer gleich aussieht. Er bedeutet, dass die Interessen von denen, die arbeiten müssen, und denen, die von dieser Arbeit leben, grundsätzlich nicht dieselben sind.
Solange wenige über Löhne, Zeit, Wohnraum, Gesundheit und Zukunft anderer bestimmen, bleibt der Konflikt bestehen. Die Präambel erinnert daran, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass Gerechtigkeit von oben geschenkt wird. Wir müssen uns selbst organisieren, wenn wir etwas verändern wollen.
Wie wir organisiert sind.
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Unsere Grundüberzeugungen
In der IWW organisieren sich Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, verschiedenen Geschlechtern, unterschiedlichem Alter, aus verschiedenen Ländern, Regionen und Berufen. Auch Aufenthaltsstatus, Lebenslage und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich. Gerade deshalb brauchen wir eine Form der Organisation, die uns nicht trennt, sondern verbindet.
Wir gehen nicht davon aus, dass alle dieselben Erfahrungen machen. Aber wir wissen, dass Ausbeutung, Prekarisierung und Ohnmacht nicht individuell gelöst werden können. Die Antwort darauf ist gemeinsame Organisierung.
Unsere Struktur
Alle Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind in der europäischen Regionalverwaltung (IWW EURA) zusammengefasst,
Diese Struktur verbindet die Arbeit vor Ort mit der regionalen Koordination und mit der internationalen Organisation der IWW. Ortsgruppen, Komitees, Trainings, regionale Koordination und internationale Verbindungen gehören zusammen. So können lokale Kämpfe geführt werden, ohne isoliert zu bleiben
Warum wir diese Gewerkschaft benötigen
In vielen Betrieben erleben Kolleg*innen heute dieselben Angriffe: Löhne reichen nicht, Arbeitszeiten werden verdichtet, Verträge bleiben unsicher, Mitbestimmung wird unterlaufen und Menschen werden gegeneinander ausgespielt. Eine kämpferische Gewerkschaft ist deshalb keine Nostalgie, sondern notwendig.
Die IWW will nicht nur Schäden verwalten. Wir wollen, dass Arbeiter*innen lernen, sich gemeinsam zu verteidigen, ihre Interessen selbst zu formulieren und eine Bewegung aufzubauen, die über den einzelnen Betrieb hinausweist.